4 Die Wirkmechanismen von ZILGREI:

4.1.1 Effekte der Zwerchfelltiefenatmung:

Die Wirbelsäule bewegt sich bei der Zwerchfelltiefenatmung dergestalt mit, dass sie sich bei der
Ausatmung streckt, womit sich die physiologischen Wirbelsäulenkrümmungen abflachen. Bei der
Einatmung hingegen verstärken sich die physiologischen Wirbelsäulenkrümmungen durch den Zug des
Zwerchfells an der oberen LWS nach ventral. So kommt es allein durch die Atmung zu sog.
Mikrobewegungen der Wirbelgelenke im Sinne einer Mobilisation und einer leichten und gewünschten
Reizsetzung im Bereich der Foramina intervertebralia.

Durch die tiefe Zwerchfellatmung kommt es zu einer maximalen Entfaltung des Lungengewebes und zu
einer erhöhten Sauerstoffsättigung des Blutes bzw. zu einer generellen Intensivierung des
Gasaustausches mit vermehrter Abatmung saurer Valenzen.

Es ergibt sich auch eine Wirkung auf die Bauchorgane im Sinne einer Endomassage mit der Folge,
dass insbesondere die Entgiftungsorgane Nieren, Leber und Darm angeregt werden.

Der Muskeltonus der quergestreiften Muskulatur im gesamten Körper wird beim Einatmen etwas
erniedrigt und beim Ausatmen etwas erhöht. Allein durch die Atmung kommt es also zu einem
Pumpeffekt auf die Gefäße, besonders auf Venen und Lymphgefäße. Stoffwechselschlacken und
Gewebssäuren werden so besser abtransportiert.

Eben durch diese Änderungen des Muskeltonus beim Atmen zeigt sich auch eine Wirkung auf die
peripheren Gelenke: sie öffnen sich ein wenig beim Einatmen und schließen sich wieder beim Ausatmen.
Wie bei den kleinen Wirbelgelenken sind diese kaum wahrnehmbaren Bewegungen unterstützend bei
der Produktion der Synovialflüssigkeit.

Beim Einatmen strömt das Blut eher zur Lunge und zum Herzen hin, beim Ausatmen geht der Blutfluss
eher in die Peripherie, in die Muskulatur. Dies erklärt, warum man beim Ausatmen in allen Muskeln mehr
Kraft hat.

Auch der Blutdruck ist atemabhängig: er erhöht sich etwas beim Einatmen und sinkt wieder beim
Ausatmen.

Die tiefe Zwerchfellatmung beeinflußt sogar das vegetative Nervensystem im Sinne einer
Vagotonisierung, was den allgemein entspannenden Effekt der ZILGREI-Standard-Atmung und die
positive Wirkung bei sympathikoton unterhaltenen Schmerzzuständen erklärt.


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