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4.1.3 Prinzip der Gegenseite:
In und zwischen den Muskeln verlaufen die Gefäße (Arterien, Venen und Lymphgefäße). Verspannte,
verkrampfte, verkürzte Muskulatur komprimiert die kleineren Gefäße, zuerst die Venen und Lymphgefäße, bei größerer Verspannung auch die Arterien. Die Folge ist, dass Gewebssäuren und Schlacken liegenbleiben und eine Sauerstoffmangelversorgung eintritt. Es kommt zum anaeroben Stoffwechsel mit der vermehrten Produktion von Milchsäure, der Schmerz und die Verspannungen nehmen noch mehr zu - ein Teufelskreis. Durch das Prinzip der Gegenseite werden die Antagonisten innerviert und somit die verspannten Muskelpartien, die Agonisten, entlastet. Durchblutung und Lymphabfluß können nun wieder besser vonstatten gehen, Schmerzen lassen nach. Selbstverständlich kommen auch noch neuro- muskuläre Prozesse zum Tragen, vor allem eine Reduktion der durch den Schmerz ausgelösten Gamma- Motoneuron-Feuerung. |